NOHAB-GM

Di3-Nachschubdienste auf der Erzbahn Kiruna-Narvik

...von Frank-Marc Siebert

Im Jahr 2003 fanden auf der Erzbahn Kiruna-Narvik Bauarbeiten statt, um die Achsgrenzlast für die neuen Erzwagen zu erhöhen. Dabei fanden auch Oberbauarbeiten in Lawinengalerien zwischen Rombak und Katterat auf norwegischem Gebiet statt, weswegen auf diesen Abschnitten die Oberleitung demontiert wurde.
Beladene Erzzüge Richtung Narvik rollten durch diese stromlosen Abschnitte mit gesenktem Bügel talwärts.
Die entladenen Erzzüge, die nach Kiruna zurückfuhren, sowie die Personenzüge von Connex benötigten bei der Bergfahrt Nachschub. Dafür wurden Di3-NOHABs von der Ofotbahn in Doppeltraktion eingesetzt.
Wir hatten gehört, dass die NOHABs vom Bf. Rombak aus die Nachschubdienste fuhren und dort auch warteten, wenn nichts zu tun war.
Auf der Karte ist das Streckenstück zwischen Rombak und Katterat, auf dem nachgeschoben wurde, rot markiert.

Karte Rombak-Katterat

Karte Rombak-Katterat

Narvik Kommune

Die Karte zeigt den Streckenabschnitt mit Nachschub

Dieses einmalige Highlight in dieser grandiosen Landschaft konnten wir uns nicht entgehen lassen und fuhren dafür Ende August zu dritt für sechs Tage in den hohen Norden Skandinaviens.
Den Bf. Rombak erreicht man nur zu Fuß, das Auto mussten wir deswegen ein ganzes Stück entfernt im Wald parken. Als erstes begegnete uns am frühen Vormittag ein talfahrender Erzzug mit Dm3 1205.

Dm3 1205

Dm3 1205 im Bf. Rombak

Frank-Marc Siebert

Dm3 1205 im Bf. Rombak

Es waren aber keine NOHABs anwesend, was uns etwas beunruhigte. Möglicherweise übernachteten sie in Narvik und sollten noch kommen.
Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, machten wir es uns im beheizten Warteraum des Bahnhofs gemütlich.

Frühstück

Frühstück im Warteraum des Bf. Rombak

Frank-Marc Siebert

Frühstück im Warteraum des Bf. Rombak

Kurze Zeit später kam der erste Zug aus Narvik den Berg hoch, es war der Connex-Morgenzug mit 1325 an der Spitze. An diesem Zug mußten die NOHABs dranhängen, sonst hätte er nicht weiterfahren können.

Connex 1325

Der Morgenzug mit Connex 1325 fährt ein

Frank-Marc Siebert

Der Morgenzug mit Connex 1325 fährt ein.

Und tatsächlich: eine wunderschöne Doppeltraktion aus zwei noch originalroten Di3 schob den Zug nach. Es waren Di3.623 und 3.632. Der Zug hielt im Bahnhof an, weil er mit dem Erzzug kreuzen mußte.

Di3.623 und 632

Di3.623 und 632 schieben den Connex-Zug nach

Frank-Marc Siebert

Di3.623 und 632 schieben den Connex-Zug nach

Kurze zeit später kamen die Di3 LZ zurück und stellten sich fotogen vorm Bahnhofsgebäude auf. Der Lokführer hatte einen eigenen Warteraum im Obergeschoß und verschwand.
Nun hatten wir reichlich Zeit, die Loks von allen Seiten zu begutachten. Die vordere 3.623 besaß eine Kamera auf der Nase und war an der Außenseite mit 3.632 verkabelt.

3.623

Portrait der 3.623

Frank-Marc Siebert

Portrait der 3.623

Von der anderen Seite ist das Kamerakabel, das im Seitenfenster verschwindet, zu erkennen.

3.623 und 3.632

3.623 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.623 und 3.632 vor dem Bahnhofsgebäude

Da erstmal nicht mehr passierte, widmeten wir uns wieder dem Frühstück - mit Blick auf eine Rundnase!

Frühstück

Frühstück mit Rundnase

Frank-Marc Siebert

Frühstück mit Rundnase

Der nächste Zug war ein Erzzug Richtung Narvik, der den stromlosen Abschnitt bereits durchrollt hatte und mit Dm3 1205 bespannt war. Er fuhr auf Gleis 3 ein.

1147

Dm3 1205

Frank-Marc Siebert

Talfahrender Erzzug mit Dm3 1205

Einige Zeit danach kam ein weiterer Erzzug aus Kiruna an, der diesmal aber auf Gleis 2 einfuhr. Zuglok war Dm3 1220.

1149 und 1147

Dm3 1220

Frank-Marc Siebert

Erzzug mit Dm3 1220

Es gab dann auch Phasen, in denen keine Züge fuhren und wir ein wenig die Umgebung erkundeten.
Wir stellten schnell fest, dass wir uns dort auch selbst hätten verpflegen können, jedenfalls wenn man auf Steinpilze und Beeren steht.
Pilze haben wir tatsächlich reichlich gesammelt, gebraten und gegessen. Das größte Exemplar haben wir fotografiert.

Mittagessen

Atussa mit Steinpilz

Frank-Marc Siebert

Atussa mit Riesen-Steinpilz

Dann endlich kam mal wieder ein Zug aus Narvik hoch. Es war Dm3 1209, die ihren Zug inzwischen entladen hatte.
Sie fuhr auf Gleis 2 ein und wartete dann darauf, dass sich die NOHABs ans Zugende hängten.

Dm3 1209

Dm3 1209 kommt mit ihrem leeren Erzzug aus Narvik zurück.

Frank-Marc Siebert

Dm3 1209 kommt mit ihrem leeren Erzzug aus Narvik zurück.

Es tat sich aber noch nichts, weil erst noch ein Connex-Personenzug aus Kiruna kreuzen mußte. Der fuhr dann durch Gleis 3. Es war der Zug mit 1326, der am Morgen als erstes nachgeschoben wurde.

Connex 1326

Personenzug mit 1326 kreuzt

Frank-Marc Siebert

Connex-Personenzug mit 1326 kreuzt

Anschließend zogen die NOHABs vor, um hinten an den Erzzug zu fahren. Vom Hang gelang ein Bild mit Fjord im Hintergrund.

3.623 und 3.632

3.623 und 3.632 ziehen vor

Frank-Marc Siebert

3.623 und 3.632 ziehen vor

Da die NOHABs nicht direkt an die Erzwagen ankuppeln können, wurde ein alter Erzwagen als Zwischenwagen hergerichtet, der eine automatisch entkuppelbare Mittelpufferkupplung besaß. Das dazugehörige Kabel war außen auf der Nase der 3.632 verlegt.

Zwischenwagen

Zwischenwagen

Frank-Marc Siebert

3.632 und 3.623 mit Zwischenwagen setzen an den Zug

Zwischenzeitlich hatten wir den Lokführer nach einer Mitfahrt gefragt und er uns dazu eingeladen. Wir fuhren also zunächst auf 3.632 mit. Vorm Einsteigen gabs noch schnell ein Bild von der anderen Seite.

3.632 und 3.623

3.632 und 3.632 hängen am Zug

Frank-Marc Siebert

3.632 und 3.632 hängen am Zug

Die Loks fuhren ab Rombak immer unter Volllast (Fahrstufe 8), um den Zug auf Geschwindigkeit zu bringen. Die Züge sind leer auch noch so schwer, dass die Di3-Doppeltraktion den Zug aus dem Stillstand im stromlosen Abschnitt nicht hätten anfahren können!
Es war also immer auch ein akustisches Erlebnis!

Mitfahrt auf 3.632

Mitfahrt auf 3.632

Frank-Marc Siebert

Blick aus 3.632 auf den Zug und Zuglok Dm3 1209

Der Führerstand der 3.632 war mit einem Flachbildschirm ausgestattet, wodurch der Lokführer über die Kamera auf 3.623 Streckensicht Richtung Rombak hatte, so dass er die Rückfahrt ohne Wechseln auf 3.623 angehen konnte. Das war wohl nicht nur bei schlechtem Wetter sehr angenehm.

Mitfahrt auf 3.632

Mitfahrt auf 3.632

Frank-Marc Siebert

Führerstand der 3.632

Nach Durchfahren des stromlosen Abschnitts wurde die Kupplung geöffnet und die Loks ließen sich zurückfallen.

Mitfahrt auf 3.632

Mitfahrt auf 3.632

Frank-Marc Siebert

Blick aus 3.632 auf den wegfahrenden Zug

Auf Sicht wurde dann bis Katterat hinterhergefahren, wo auf freier Strecke gewendet wurde.

Mitfahrt auf 3.632

Mitfahrt auf 3.632

Frank-Marc Siebert

Wendestelle zur Rückfahrt

Natürlich wollten wir für die Rückfahrt auf die 3.623 wechseln, was wir auch gemacht haben. Das Wetter war schließlich kein Problem. Zurück in Rombak wartete schon der nächste leere Erzzug auf Nachschub.
Weil wir fotografieren wollten, ließen wir den Lokführer seine Arbeit alleine weitermachen. Er ermahnte uns dann noch, die Gleise nicht zu überschreiten, was wir zunächst für einen schlechten Scherz hielten, denn auf der Erzbahn gibt es keine Über- oder Unterführungen und man muss als Fahrgast die Gleise kreuzen!
Selbst Wanderwege und Zuwege zu den Hütten kreuzen die Bahnlinie. Doch leider meinte er es ernst, denn er hat uns später nochmals ordentlich angepfiffen. Wir mußten also unsere Standortwahl strategisch außerhalb seiner Sicht angehen.
Den ausfahrenden Zug erwischten wir deswegen erst mit Tele am gegenüberliegenden Berghang.

3.623 und 3.632 am Berghang

3.623 und 3.632 schieben nach

Frank-Marc Siebert

3.623 und 3.632 schieben nach

Das Gleisverbot war tatsächlich sehr ärgerlich, weil die gesamte Strecke am nördlichen Berghang entlangläuft und der Bf. Rombak nördlich der Strecke liegt. Dadurch war die Sonne immer auf der falschen Seite und man mußte deswegen auf die andere Seite!
Auf dem nächsten Bild befindet sich der Zug kurz vorm Fjellheimtunnel.

3.623 und 3.632 am Berghang

3.623 und 3.632 schieben nach

Frank-Marc Siebert

3.623 und 3.632 kurz vorm Fjellheimtunnel

Während der Zug auf Katterat zufuhr, erreichte bereits der nächste Zug aus Narvik den Bf. Rombak. Zuglok war Dm3 1219.

Dm3 1219

Erzzug mit Dm3 1219

Frank-Marc Siebert

Erzzug mit Dm3 1219 im Bf. Rombak

Die Dm3 1219 mußte eine Zugkreuzung abwarten. es kam ein Erzzug mit Dm3 1246, die einer norwegischen Erzbahnlok EL 15 vorgespannt war. Alle EL 15 wurden inzwischen von Hector Rail übernommen und sind nicht mehr auf der Erzbahn im Einsatz.

Dm3 1246

Erzzug mit Dm3 1246 und EL15

Frank-Marc Siebert

Erzzug mit Dm3 1246 und einer EL15 im Bf. Rombak

Kurz darauf fuhr auch der nachgeschobene Erzzug aus. Nach Rückkehr der NOHABs war die nächste Leistung ein Personenzug.
Das Ankupplungsmanöver beobachteten wir brav vom Hausbahnsteig aus. Selbst in der norwegischen Abgeschiedenheit gibt es Blumenkübel auf dem Bahnsteig.
An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass während unseres gut 48 Stunden währenden Aufenthalts auf und im Bf. Rombak kein Fahrgast ein- oder ausgestiegen ist. Lediglich einmal kamen Wanderer vorbei.
Auf der Nase von 3.632 ist das etwas eigenwillig verlegte Kamerakabel zu erkennen.

3.632

3.632 beim Ansetzen

Frank-Marc Siebert

3.632 beim Ansetzen im Bf. Rombak

Nach dem Ankuppeln ging es mit sensationellem Sound los Richtung Katterat.

3.623 und 3.632

3.623 und 3.632 schieben an

Frank-Marc Siebert

3.623 und 3.632 schieben den Personenzug an

Nun wurde es langsam dunkel und wir haben uns den Betrieb nur noch angesehen. In der Nacht kam ein weiterer Güterzug mit einer RC-Lok hoch, der auch hochgeschoben wurde. Etwas irritiert waren wir, als einige Zeit später der gesamte Zug inkl. RC-Zuglok von den NOHABs wieder nach Narvik zurückgezogen wurde!?
Des Rätsels Lösung: der gute Lokführer der RC-Lok hatte den Bügel zu spät eingezogen und ihn komplett abgerissen! Nun mußte die Lok zurück nach Narvik zur Reparatur.
Die NOHABs blieben zur Übernachtung gleich in Narvik.
Wir übernachtete nach einer gepflegten Pilzpfanne im Bahnhofsgebäude, das nicht nur geheizt war, sondern sowohl Damen- als auch Herrentoilette mit fließend warmen und kaltem Wasser bot. Angesichts des Standorts quasi das perfekte Hotel!
Morgens schien die Sonne und wir warteten auf den ersten Zug aus Narvik. Als es dann soweit war, saßen wir gerade beim Frühstück. Wir liefen raus und erwischten noch die nachschiebenden Loks, die den Zug ohne Halt durch den Bahnhof schoben.

3.632 und 3.629

3.632 und 3.629 fahren durch Rombak

Frank-Marc Siebert

3.632 und 3.629 schieben einen Erzzug durch den Bf. Rombak

Wir staunten nicht schlecht, als wir die grüne Di3 sahen! Zu dem Zeitpunkt war erst eine Lok umlackiert und es war eigentlich nicht zu erwarten, dass die 3.623 über Nacht gegen die grüne 3.629 ausgetauscht würde. Denn dafür mußte natürlich das Kamerakabel zwischen den Loks neu verlegt werden! Wir haben später über den neuen Lokführer herausbekommen, dass die 3.623 technische Probleme mit dem Motor hatte. Es war wie bestellt, der Tag fing gut an!
Das nächste Bild zeigt im Gegenlicht die Abgasfahnen der beiden Loks, die mit Sicherheit in Fahrstufe 8 den Berg hochgeprügelt wurden.
Der unglaubliche Sound zauberte ein glückliches Grinsen in unsere Gesichter!

3.632 und 3.629

3.632 und 3.629 fahren durch Rombak

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 in Fahrstufe 8

An diesem Tag wollten wir die Sonne nutzen und uns Fotostandpunkte an der Strecke suchen.
Das ist allerdings nicht so einfach, wie man sich das als Mitteleuropäer so vorstellt. Es gibt nämlich keine Wege, zumindest nicht entlang dieses Streckenabschnitts.
Wir mussten uns also durchs Gebüsch schlagen, was bei dem steilen Gelände nicht einfach war. Zelten erschien uns übrigens nahezu unmöglich, da es keine ebene Stelle gab! Unterwegs kam uns ein Erzzug mit Dm3 1223 entgegen. Diese Stangenloks sind immer wieder beindruckend.

Dm3 1223

Dm3 1223

Frank-Marc Siebert

Dm3 1223 mit Erzzug auf Talfahrt vor Rombak

Kurz darauf kommen auch 3.629 und 3.632 den Berg nach Rombak hinabgefahren.

3.629 und 3.632

3.629 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 fahren zurück nach Rombak

Der nächste nachgeschobene Zug ist ein Personenzug, den wir an gleicher Stelle abwarten. Von diesen Zügen kannten wir immerhin den Fahrplan.

3.629 und 3.632

3.629 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 schieben einen Personenzug nach.

Danach liefen wir weiter und suchten eine gute Stelle für die Rückfahrt. Mit Tele erwischten wir den Lokzug am Berghang.

3.629 und 3.632

3.629 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 LZ am Berghang.

Für eine Nahaufnahme haben wir dann noch eine baumfreie Stelle gesucht.

3.629 und 3.632

3.629 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 LZ auf Rückfahrt von Katterat.

Etwas weiter gibt es einen kurzen Tunnel durch einen Bergvorsprung, den wir überqueren mußten, um auf die andere Seite zu kommen. Dort erwischten wir das Di3-Pärchen das nächste Mal.

3.629 und 3.632

3.629 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 vor Einfahrt in den Tunnel.

Auf der von Rombak aus gesehen gegenüberliegenden Bergseite hat man einen guten Blick auf den Rombaksfjord. Hier überholte uns der Güterzug, der es gestern schon einmal versucht hatte. Die havarierte RC-Lok hatte jetzt nur noch einen Bügel auf dem Dach! Diesmal hat die Durchfahrt geklappt, denn der Zug kam nicht zurück.

3.629 und 3.632

3.629 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 mit Güterzug vor dem Rombaksfjord.

Ein Stück weiter öffnete sich der Hang etwas und wir konnten von etwas weiter oben die Rückfahrt aufnehmen.

3.629 und 3.632

3.629 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 auf Rückfahrt nach Rombak.

Von dieser Stelle aus konnte man die Strecke weit überblicken und mehrere Motive umsetzen.

3.629 und 3.632

3.629 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 auf Rückfahrt nach Rombak.

Und weils da so schön war, noch ein drittes Bild mit Fjord im Hintergrund. Dieses Motiv findet sich übrigens auch im NOHAB-Sonderheft vom EJ mit den beiden roten Loks von einem etwas höheren Standpunkt aus.

3.629 und 3.632

3.629 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 auf Rückfahrt nach Rombak.

Als nächstes wurde zur Abwechselung kein Erzzug nachgeschoben, sondern eine einzelne Dm3, was nach unserer Erfahrung recht selten vorkommt.

3.629 und 3.632

3.629 und 3.632 mit Dm3

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 schieben eine Dm3 nach.

Bevor die NOHABs zurückkamen, fuhr erst ein Erzzug mit Dm3 1213 nach Narvik.

Dm3 1213

Dm3 1213

Frank-Marc Siebert

Dm3 1213 fährt Richtung Rombak.

Während wir weiter Richtung Katterat wanderten, schoben die NOHABs den nächsten Erzzug bergan, den wir vor dem stromlosen Tunnel, in dem die Bauarbeiten stattfanden, aufgenommen haben.
Gebaut wurde übrigens nur nachts, während die Strecke für Züge gesperrt war. Von Rombak aus fuhren die Bauarbeiter mit Jeeps über die Gleise (!) zum Tunnel. Anders sind diese Gebiete nicht zu erreichen.
Extra dafür wurde der Oberbau auf der Fjordseite etwas aufgeschottert, damit man mit Autos auf den Gleisen bzw. Schwellen fahren kann.

3.629 und 3.632

3.629 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 schieben einen Erzzug in den stromlosen Tunnel.

Wir wechselten auf die Talseite der Strecke, um noch ein paar Aufnahmen von "unten" zu bekommen. Das letzte Bild zeigt die Rückfahrt der NOHABs vor einer Lawinengalerie.

Dm3 1213

3.629 und 3.632

Frank-Marc Siebert

3.629 und 3.632 auf Rückfahrt nach Rombak.

Inzwischen hatte es sich etwas zugezogen und wir traten den Rückweg an. Unterwegs ergab sich die Möglichkeit, auf einem SKL nach Rombak mitzufahren. Das passierte zwar nicht ganz freiwillig, weil man uns in der Nähe des Bahngleises nicht gern gesehen hat, aber so kamen wir nebenbei zu einer sehr bequemen Rückfahrgelegenheit nach Rombak. Zu Fuß hätten wir bestimmt zwei bis drei Stunden benötigt.

Alles in allem waren es zwei schöne Tage an der Erzbahn, auch wenn wir für diese Fotos je Richtung ca. 2.500 km Auto gefahren sind!

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